Sehr geehrte Damen & Herren,

solange die Sonnentage noch dauern und die Blüten auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Fensterbrett noch üppig sind, sollten Sie diese Pracht fotografisch festhalten und unter www.bluehendeszuhause.at hochladen - falls Sie dies nicht ohnehin schon getan haben. Der Fotowettbewerb befindet sich nämlich in der Zielgarade - am 9. September 2011 ist Teilnahmeschluss! Hier sind jedenfalls wieder ein paar Tipps, wie Sie den Sommer am Balkon verlängern können:


Kümmern um kümmerliche Erdbeerpflanzen

Mögliche Ursachen für kümmerliche Erdbeerpflanzen sind Düngermangel - zum Beispiel, wenn die Pflanzen schon zu lange am selben Platz stehen. Auch das zu tiefe Einsetzen der Pflanzen tut ihnen nicht gut, da die Blätter dann leicht faulen können. Da Erdbeeren Flachwurzler sind, sollte der Boden wenig gejätet und dafür regelmäßig gemulcht werden. Der ideale Partner im Erdbeerbeet ist der Knoblauch - er hält Grauschimmel ab. Erdbeeren bleiben drei Jahre auf einem Beet, dann sollten sie neu gepflanzt werden. Bei abgeernteten Erdbeerbeeten, auf denen Pflanzen stehen, die nur einmal tragen, sollten nach der Ernte alle Blätter abgeschnitten werden - das senkt das Krankheitsrisiko. Danach mit Kompost und Hornspänen düngen. Erdbeeren setzen nämlich immer schon ein Jahr davor die Blütenknospen an.

Blumenbeete ausputzen!
Wer jetzt mutig viele der Sommerblumen zurückschneidet, hat nach wenigen Tagen bereits wieder viele neue Blüten. Das wichtigste aber: alle Samenstände entfernen – dann geht die Kraft der Pflanzen in neue Blüten. Wenn einige Balkonkisterln schon mitgenommen aussehen: Tauschen Sie die kaputten Pflanzen aus und setzen Sie Eriken, Chrysanthemen oder Blattschmuckstauden. 

Pflege von Dahlien
Dahlien sind pflegeleicht: Hat man sie gepflanzt, zu ihnen einen Pflanzstab gesteckt und aufgebunden, dann kann das große Blühen auch schon beginnen. Will jemand besonders große Blüten, dann sollte er die Seitenknospen ausbrechen. Bei den großen Sorten (z.B. „Kaktus“oder „Dekorativ“-Dahlien) erreicht man damit Blütendurchmesser von bis zu 30 cm! Ganz wichtig ist das regelmäßige Entfernen der abgeblühten Blüten. Sonst bilden sich dort Samen, verzehren viel Kraft und die Blütenbildung lässt nach. Die Blüte dauert bis zum  ersten Frost – daher sollte man in der ersten Phase des Herbstes die Pflanzen mit einem Vlies schützen und so die Blütendauer verlängern. Nach dem ersten Frost, wenn sich die Blätter über Nacht plötzlich schwarz verfärben, sollten die Pflanzen etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Da es sich um sogenannte Kurztagspflanzen handelt, sollte dies aber dennoch nicht vor Mitte Oktober erfolgen. Danach die Knollen aus der Erde holen, Erde vorsichtig entfernen (niemals waschen!!!) und an einer schattigen, luftigen Stelle des Gartens abtrocknen lassen. Im Keller (ideal wären 5 Grad) bei hoher Luftfeuchtigkeit in Sägespänen eingeschlagen, überwintern.

Rutensterben bei Himbeeren
Rutensterben bedeutet, dass zwischen gesunden wüchsigen Trieben im Frühjahr einzelne oder auch mehrere Ruten stehen, die nur schlecht oder gar nicht austreiben. Durch Mulchen und einen richtigen Schnitt kann man entgegenwirken: Alle abgetragenen Ruten werden nach der Ernte bodeneben geschnitten. Auch alle dünnen Äste kommen weg, nur kräftige und gesunde Himbeerruten bleiben stehen. Der Abstand zwischen den Ruten sollte etwa 20-25 cm betragen. Ganz wichtig: Die Ruten nicht beschädigen, also die Rinde durch die Arbeit nicht verletzen, denn dort beginnen sich Pilzkrankheiten auszubreiten.

Jetzt Stecklinge schneiden und Tomaten kürzen
Geranien, Fuchsien und viele andere Balkonblumen lassen sich nun leicht durch Stecklinge vermehren. Das sind nicht nur nette Mitbringseln für Freunde, sondern sie ersparen im kommenden Frühjahr Geld. Bei den Tomaten die obersten Triebe abschneiden – diese Blüten bringen keine Früchte mehr und kosten nur Kraft.

Veranstaltungstipp: Lange Nacht im Gartenbaumuseum
Das Österreichische Gartenbaumuseum in der denkmalgeschützten Orangerie Kagran beherbergt auf über 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche historische Schaustücke über die Geschichte des Gartenbaus, der Blumenbindekunst und des öffentlichen Grüns. Anlässlich der Langen Nacht im Gartenbaumuseum am 1. Oktober 2011 (18-1 Uhr) hat das Museum gemeinsam mit dem Schulgarten Kagran ein buntes Abendprogramm, auch für Kinder, zusammengestellt
Österreichisches Gartenbaumuseum, Siebeckstraße 14, 1220 Wien, Information: 01/4000-42300 

Ausflugstipp: Arche Noah Schaugarten
Am 4. September 2011 (10-18 Uhr) findet im "Arche Noah Schaugarten" der Sprösslingssonntag zum Thema "Farben und Fasern aus dem Garten" statt. Für kleine GärtnerInnen gibt es an diesem Tag ein besonderes, betreutes Kinderprogramm. Unkostenbeitrag 3,- Euro.

Arche Noah Schaugarten, Obere Straße 40, 3553 Schiltern,
Informationen: 02734/8626-18 

Tipps entnommen aus: Karl Ploberger: Gartengeschichten für inttelligente Faule (av Buch); www.biogaertner.at